EM in Jesolo

23.09.2019 | aht

Dr. Birgit Burzlaff erkämpft kompletten Medaillensatz bei Europameisterschaften

In den italienischen Städten Jesolo, Caorle und Eraclea kämpften vom …. etwa 4.000 Leichtathleten aus ganz Europa in den Altersklassen 35 bis 100 um die Europameistertitel in den unterschiedlichsten Disziplinen.

Die Sportfreunde Neukieritzsch wurden diesmal nur durch Dr. Birgit Burzlaff und Silke Dehner in der W 55 bzw. W 50 vertreten.

Silke Dehner, die hierbei Urlaub und sportliche Aktivität verknüpfte, hatte für die 300 m Hürden gemeldet und absolvierte diese hervorragend. Im Vorlauf wurde sie mit 56,40 s Vierte und verbesserte letztlich ihren eigenen Kreisrekord um 1,98 s.

Damit belegte sie am Ende den 10. Rang und verfehlte das Finale nur um 0,63 s.

Eher kurz vor Ort, aber sehr erfolgreich war Silkes Teamkameradin Dr. Birgit Burzlaff.

Ihre erste Disziplin war der Weitsprung, wobei sie mit ihren 4,60 m nicht wirklich zufrieden war. Dennoch war ihr damit die Silbermedaille in der W 55 sicher.

Gold ging an Joanne Willoughby aus Großbritannien, die 4,69 m erreichte. Bronze holte sich mit 4,53 m die Britin Melanie Garland.

Der nächste Wettkampf, den Birgit bestritt, waren die 80 m Hürden. Mit 13,97 s stellte sie hier ihre persönliche Jahresbestleistung ein und holte sich verdient Bronze.

Gold holte hier die Britin Julie Rogers, die 13,67 s lief. Silber erstritt sich die Südtirolerin Erika Niedermayer mit 13,71 s.

Viel vorgenommen hatte sich die ehrgeizige Neukieritzscher Athletin vor allem im Hinblick auf die 4 x 100 m Staffel. Nach Silber und Bronze in Einzeldisziplinen wollte sie mit ihren Staffel-Team-Kameradinnen möglichst ihren Medaillensatz durch Gold komplettieren.

Nach hartem Kampf und riskanten Wechseln gelang es den Staffel-Damen aus Deutschland in der Besetzung Heike Peplinski (TSV Burgdorf), Dr. Birgit Burzlaff (SF Neukieritzsch 1921), Frauke Viebahn (DJK BW Annen) und Jutta Stopka (LG OVAG Friedberg-Feuerbach) mit 54,72 s den Europameistertitel zu gewinnen. Silber ging mit 55,26 s an Großbritannien, Bronze holte mit 55,46 s das italienische Staffelteam.

Damit verfehlten die deutschen Damen den Weltrekord der USA nur um 0,67 s.

Entsprechend groß war die Freude über den Sieg. Ein Wermutstropfen blieb, denn Birgit musste sich beim Stabwechsel derart strecken, so dass sie letztlich stürzte und sich mehrere Verletzungen zuzog.

Auch Silke Dehner hatte das Glück, bei Staffeleinsätzen vor Ort aktiv werden zu dürfen.

In der 4 x 100 m Staffel der W 45 belegten die Deutschen mit Silke Dehner, Gabi Bauernfeind, Silke Koch (beide TSV Burgdorf) sowie Marion Bauer (TSV Bayer Leverkusen) in 56,82 s hinter Italien, Schweden und Großbritannien den vierten Platz.

Weiterhin ging Silke noch mit 4 x 400 m Staffel der Deutschen in der W 50 an den Start. An Position 2 liegend wurden sie aber leider durch einen Fehler beim Stabwechsel disqualifiziert.

Insgesamt konnten Birgit mit ihrem Medaillensatz und auch Silke mit ihren Erfolgen – erstmals bei einer internationalen Veranstaltung im Ausland – mehr als zufrieden sein.

Bei solchen Veranstaltungen wird sowohl den Aktiven als auch den Zuschauern klar, dass man auch im weit fortgeschrittenen Alter durchaus noch sportliche Leistungen vollbringen kann. Wie z. B. der älteste Teilnehmer, ein 103jähriger Italiener, der erst mit 70 Jahren zur Leichtathletik fand. Und das ist in jeder Hinsicht eine als positiv zu bewertende Angelegenheit.

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