MDM in Halle/Saale

22.07.2020 | aht

Überragende Neukieritzscher Mehrkämpfer

Der Wettkampfkalender hat wieder nicht nur leere Seiten. Und so fanden am Wochenende vom 18./19.07. in der Händelstadt Halle die Mitteldeutschen Meisterschaften im Zehn- und Siebenkampf statt.

Unter den Teilnehmern auch ein Trio aus Neukieritzsch, begleitet von Trainer Werner Kargel.

Jonas Lessig trat im Zehnkampf der MJU20 an.

Über 100 m gelang ihm mit das mit für ihn hervorragenden 12,70 s. Im Weitsprung erzielte Jonas 5,83 m. Die Kugel stieß er auf stattliche 11,67 m. Im Hochsprung gelangen ihm 1,76 m. Den ersten Wettkampftag beendete Jonas mit 56,87 s über 400 m.

Am Sonntag startete er zuerst über die 110 m Hürden, die er in überragenden 17,81 s übersprintete. Den Diskus beförderte er auf 34,91 m. Im Stabhochsprung kam er auf stolze 2,90 m. Im Speerwerfen erzielte Jonas dann starke 41,48 m. Die abschließenden 1500 m kämpfte er in 4:56,26 min und verbesserte damit seine eigene Bestleistung um ganze 20 Sekunden.

Und so brachte er es im Zehnkampf auf eine neue persönliche Bestleistung mit stolzen 5.256 Punkten, was ihm am Ende Bronze einbrachte.

Außer im Stabhochsprung und im Speerwerfen stellte der Neukieritzscher Athlet in den anderen acht Disziplinen ebenfalls neue persönliche Bestmarken auf.

Allerdings ist hier anzumerken, dass Jonas bei richtiger Bewertung – denn es waren mitteldeutsche Meisterschaften, die nicht landesoffen ausgeschrieben waren und der Zweitplatzierte Athlet kam aus Rostock, was ja bekanntlich in Mecklenburg-Vorpommern liegt – den zweiten Platz innegehabt hätte.

Sein Teamkamerad Lukas Kussmann begann mit den 100 m, wo er mit 11,80 s eine neue persönliche Bestzeit – zum ersten Mal unter 12 Sekunden – aufstellte. Ordentlich war auch sein Weitsprungresultat von 5,72 m, ebenso wie sein Kugelstoßresultat von 11,47 m. Im Hochsprung blieb Lukas mit 1,64 m unter seinen Möglichkeiten. Den ersten Tag beendete er mit den 400 m, die er in starken 53,47 s lief.

Am zweiten Tag übersprintete er die 110 m Hürden in neuer persönlicher Bestzeit von 17,95 s – eine Verbesserung um zwei Sekunden.

Im Diskus erreichte der Lobstädter starke 37,29 m. In seiner „Zitterdisziplin“ Stabhochsprung schaffte Lukas 2,20 m.

Ganz überragend war dann wieder sein Speerwurfresultat von 49,72 m, gleichfalls eine neue persönliche Bestleistung. Über 1500 m verbesserte sich Lukas dann gleich um 14 Sekunden auf 4:55,79 min.

Mit 5.436 Punkten, übrigens einer neuen persönlichen Bestleistung, kam der 23jährige in der Altersklasse Männer letztlich auf den dritten Platz.

Einzige weibliche Teilnehmerin aus Neukieritzsch war Antonia Koerth (WJU18), die den Siebenkampf bestritt.

Sie startete mit den 100 m Hürden und sprintete diese in starken 16,13 s. Im Hochsprung blieb sie mit 1,40 m leicht unter ihren Möglichkeiten. Dafür gab es eine neue Freiluft-Bestleistung im Kugelstoßen – mit stolzen 10,20 m. Bei leichtem Gegenwind (1,6) lief sie die 100 m in 13,71 s.

Antonias Weitsprungergebnis an Tag 2 ließ mit gerade einmal 4,90 m etwas zu wünschen übrig. Für den „Ausgleich“ sorgte das Speerwerfen, wo sie auf sehr starke 38,46 m kam. Ihre letzte Disziplin in diesem Wettbewerb – die 800 m – beendete sie in 2:52,69 min.

Am Ende brachte es Antonia im Siebenkampf auf 4009 Punkte und erkämpfte sich damit eigentlich den 4. Rang, womit sie ihren eigenen Kreisrekord um 67 Punkte verfehlte.

Doch auch hier wurden nicht zu Mitteldeutschland gehörende Bundesländer in der Wertung berücksichtigt, hier 4 Athletinnen aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Hessen, sodass Antonia am Ende den 8. Platz belegte.

Selbst nach Rücksprache mit Verantwortlichen des Leichtathletik-Verbandes Sachsen und Sachsen-Anhalt konnte nicht festgestellt werden, wie diese Wertung zustande kam.

Überragendster Verein dieser Titelkämpfe war der Gastgeber SV Halle, gefolgt vom SV Elstertal Bad Köstritz und den Sportfreunden Neukieritzsch. Damit sind die 3 Neukieritzscher Athleten, unterstützt von Trainer Werner Kargel, Vertreter des besten sächsischen Vereins in diesem Wettkampf.

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