
Davon zumindest war der Stadionsprecher überzeugt, der am 18.04. in Neukieritzsch Sportlerinnen und Sportler im jungen Alter aber auch diejenigen mit ein wenig mehr Lebenserfahrung im sonnenverwöhnten Sportstadion zur alljährlichen Bahneröffnung begrüßte. Nicht nur aus Sachsen reisten die Athletinnen und Athleten an. Unter Anderem aus Thüringen, Bayern, Brandenburg und Berlin gingen Altersklassen von U16 bis hoch in die 80er Lebensjahre an den Start. Bei den 5.000 m der Seniorinnen wurde es mit Quirina aus den Niederlanden sogar international.
Das Wetter bescherte den Teilnehmenden gute Bedingungen für neue Bestleistungen. Doch vor allem die sichtbaren und unsichtbaren Helfenden, die mit Maßband, Besen und motivierenden Worten an den Wettkampfstätten oder unermüdlich im Hintergrund beim Auswerten oder kleine Krisen meistern agierten, ermöglichten den zahlreichen Leichtathletikbegeisterten aus über 60 verschiedenen Vereinen einen spannenden Tag, der sich am Ende mit 4 Rekorden schmücken durfte.
Während Bianca Hermann vom SG Vorwärts Frankenberg im Stabhochsprung mit einer Höhe von 3,12 m einen neuen Landesrekord in der W45 aufstellte und damit ihre Mutter ablöste, sorgten drei unserer Sportfreunde aus Neukieritzsch für neue Kreisrekorde.
Marie Luisa, (AK 12) heftete sich auf der 1000 m Strecke an die Fersen der 3 Jahre älteren Läuferin vor sich, ließ bis zum Ende nicht locker und überquerte mit einem minimalen Abstand als Zweite die Ziellinie. Mit 03:29,61 Minuten bedeutet dies einen neuen Kreisrekord! Herzlichen Glückwunsch, liebe Marie Luisa!
Als jüngster Teilnehmer im Feld der 300 m Läufer stellte sich Valentin (AK 13) der Konkurrenz und holte einen weiteren Kreisrekord für unseren Verein. 46,06 Sekunden zeigte die Uhr am Ende für ihn und macht Vorfreude auf die nächsten Wettkämpfe. Auch dir, herzlichen Glückwunsch!
Toni (AK 40) nahm sich ein Beispiel an der Jugend und zeigte im Hochsprung mit 1,64m, dass man für Kreisrekorde nie zu alt ist. Bravo!
Fernab von Landes- oder Kreisrekorden und Spitzenleistungen, hörte man an diesem Tag an jeder Ecke im Stadion auch immer wieder zaghafte und deutliche Freudenschreie, vereinsübergreifenden Applaus und gegenseitige Anerkennung für die Art von Bestleistungen, die vielleicht nicht auf den großen Listen landen. Sondern Jene, die uns Sportlerinnen und Sportler zeigen, weshalb es sich lohnt, dranzubleiben und sich am Ende dafür zu feiern.
Denn ob U16, M30 oder w70: Leichtathletik geht immer und (fast) überall!
In eigener Sache: ich bin frisch bei den Sportfreunden Neukieritzsch als Athletin dabei und freue mich sehr, den Bericht über die Bahneröffnung schreiben zu dürfen. Leider habe ich Andrea Häckert-Thiemar, die so viele wunderbare Berichte verfasst hat, nicht mehr kennenlernen dürfen und hoffe sehr, so geschrieben zu haben, wie es ihr gefallen hätte.
Anja