Anwerfen in Freiberg

18.05.2026 | Toni Kreßner

Anwerfen in  Freiberg und ein Diskus hat auch Gefühle

Vier Athletinnen und Athleten aus Neukieritzsch traten am 09.05. den Weg Richtung Freiberg an, um sich der ein oder anderen Wurfdisziplin zu widmen. Eine überschaubare und entspannte Teilnehmerzahl und die wichtigste Grundlage für einen guten Wettkampfeinstieg, Kaffee, erwarteten Andrea, Marion, Hans Jürgen und mich im schicken Freiberger Stadion. Umrahmt von weiteren Sportplätzen, auf denen kurze Zeit später diverse Fußballspiele den Lautstärkepegel nachdrücklich erhöhten, starteten wir vier den Versuch, Trainingsinhalte unter Wettkampfbedingungen umzusetzen. Das gelang uns mal erfolgreicher und mal, nun ja, nicht ganz so erfolgreich, jedoch nicht völlig hoffnungslos.

Unsere Speere flogen gut und so gingen wir zwischen den jugendlichen Landeskadern nicht gänzlich verloren. Bei Andrea und mir stand die 2 vorne, und Hans Jürgen erreichte in seinem ersten Speerwurfwettkampf sein spontan selbst gesetztes Tagesziel: mindestens an dem 10 Meter entfernten Windmesser vorbei. Dieses Ziele erreichte er übrigens deutlich. Auch später beim Diskus stand für ihn die 2 vorne und die Kugel bescherte ihm eine neue Bestweite. Hier legte Andrea eine saubere 8ter Serie hin, während ich mit 8,06m zumindest einmal von der verflixten Sieben wegkam. Marion war mit sich noch nicht ganz zufrieden, denn im Diskus fehlten nur ein paar Zentimeter für eine neue Bestweite. Geduld, Geduld!

Geduld muss auch ich aufbringen. Während beim Einwerfen und im ersten Wurf, der leider ungültig war, mein Diskus deutlich über 20 Meter flog, ging ab da nix mehr. Vielleicht war mein Diskus eingeschnappt, nachdem eine Mitstreiterin dessen Qualität in Frage stellte. Zu glatt, zu breit, zu falsch. Wer will bei solch einem Urteil denn noch weit fliegen?

Ende Mai stehen die Teammeisterschaften an. Bis dahin ist für uns noch genug Zeit, um an unseren Techniken zu feilen und für mich noch genug Möglichkeiten, meinen Diskus zu therapieren.

Ganz herzliche Glückwünsche gehen an dieser Stelle noch an Grit, die bereits eine Woche vorher auch für sich selbst überraschend bei der DM der Langstrecken über 5000m mit 14 Sekunden Vorsprung Gold holte und sich nun Deutsche Meisterin nennen darf. Auch Ute stellte sich der Konkurrenz und holte sich den dritten Platz.

Anja

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